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Wie baut man Radieschen im Folientunnel an und wann sollte man sie aussäen?

Radieschen (Raphanus sativus) sind ein Gemüse, dessen Anbau sehr schnelle Ergebnisse liefert – die kurze Vegetationszeit und die Möglichkeit der Ernte bereits nach wenigen Wochen machen sie ideal für den frühen Anbau. Welche Bedingungen sind optimal, wann sollte man Radieschen im Folientunnel aussäen und welche Sorten eignen sich am besten? Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Informationen zum Anbau von Radieschen.

Anbaubedingungen für Radieschen – die wichtigsten Informationen

Der Anbau von Radieschen beginnt mit der Wahl des richtigen Standortes. Entscheidend ist der Boden: Er sollte fruchtbar, durchlässig und gut wasserspeichernd sein. Ebenso wichtig ist der pH-Wert – optimal liegt er bei 6,5–7. Darüber hinaus spielt die richtige Bodenvorbereitung eine große Rolle: Unkraut entfernen, den Boden lockern und Nährstoffe in Form von Kompost ergänzen.

Auch ausreichend Sonnenlicht ist wichtig. Radieschen benötigen einen sonnigen Standort, da sie im Schatten nur schwach Knollen bilden. Zu starke Sonneneinstrahlung und Hitze, insbesondere in einem schlecht belüfteten Tunnel, können jedoch negative Folgen haben. Überhitzung führt häufig zu bitterem Geschmack und deformierten Knollen. Deshalb sind gute Belüftung und Temperaturkontrolle entscheidend. Die optimale Wachstumstemperatur liegt bei 12–18 °C. Im Tunnel sollten die Tage mild und die Nächte eher kühl sein – das fördert eine kurze Vegetationszeit und gleichmäßig ausgebildete Knollen.

Radieschenanbau im unbeheizten Folientunnel – was ist zu beachten?

Der Anbau im unbeheizten Folientunnel ermöglicht vor allem eine sehr frühe Ernte. Die Abdeckung beschleunigt die Erwärmung des Bodens und schützt junge Pflanzen vor Spätfrösten.

Wann Radieschen aussäen? Der beste Zeitraum für die Aussaat liegt zwischen Mitte Januar und März. Sehr frühe Sorten können sogar noch früher gesät werden, sofern der Tunnel gut vorbereitet und gesichert ist. Um kontinuierlich ernten zu können, empfiehlt sich ein gestaffelter Aussaatplan.

In unbeheizten Tunneln ist es sinnvoll, die Pflanzen nachts oder am frühen Morgen mit Vlies abzudecken. Dadurch wird das Risiko von Frostschäden reduziert. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 60–75 % liegen – zu trockene Luft lässt Keimlinge austrocknen, zu hohe Feuchtigkeit begünstigt Pilzkrankheiten.

Wie baut man Radieschen im unbeheizten Tunnel an?

Radieschen

Radieschen bevorzugen mäßig feuchte und eher kühle Bedingungen. Unbeheizte Folientunnel bieten dafür sehr gute Voraussetzungen, insbesondere in Form kleiner Gewächshäuser oder Tunnelkonstruktionen. Dennoch sollten einige wichtige Punkte beachtet werden:

  • Bodenvorbereitung

Vor der Aussaat muss der Boden gelockert und von Unkraut befreit werden. Ideal ist ein mit Kompost oder gut verrottetem Mist angereicherter Boden. Er sollte fruchtbar, locker und feuchtigkeitsspeichernd sein.

  • Aussaat und Pflanzabstand

Die Aussaat erfolgt in Reihen mit einem Abstand von 3–5 cm und in einer Tiefe von etwa 1 cm. Eine flache Aussaat sorgt für gleichmäßige, gut geformte Knollen. Bei zu dichter Aussaat ist späteres Vereinzeln notwendig.

  • Bewässerung

Radieschen sollten regelmäßig mit lauwarmem Wasser gegossen werden, sodass der Boden konstant leicht feucht bleibt. Staunässe und starke Feuchtigkeitsschwankungen sind zu vermeiden. Am besten eignet sich das Gießen morgens und abends.

  • Temperaturkontrolle und Belüftung

An sonnigen Tagen sollte der Tunnel gelüftet werden, um Überhitzung zu vermeiden. Zu hohe Temperaturen führen häufig zu bitterem Geschmack und Verformungen der Knollen. Die Temperatur lässt sich durch Lüften und den Einsatz von Vlies regulieren.

  • Schädlings- und Krankheitsbekämpfung

Im Tunnel können Erdflöhe und andere Schädlinge auftreten, die Löcher in die Blätter fressen. Abhilfe schaffen leichte Spritzungen oder mechanische Barrieren wie Netze oder Vlies. Regelmäßiges Lüften und das Vermeiden von Staunässe reduzieren zudem das Risiko von Pilzkrankheiten.

  • Kontinuierliche Ernte

Aufgrund der kurzen Vegetationszeit empfiehlt sich eine gestaffelte Aussaat alle 7–14 Tage, um eine gleichmäßige Ernte zu gewährleisten – besonders wichtig im frühen Frühjahr.

Früher Radieschenanbau – empfohlene Sorten

Im Folientunnel eignen sich besonders frühe und mittelfrühe Sorten. Bewährte Sorten sind Rossella, Saxa, Krakowianka, Mila, Opolanka und Silesia. Ihre wichtigsten Eigenschaften:

  • Rossella – schnelles Wachstum, milder Geschmack;
  • Saxa – klassische Sorte, widerstandsfähig gegenüber wechselnden Bedingungen;
  • Mila und Opolanka – längliche Knollen, sehr gut für den Tunnelanbau geeignet;
  • Silesia – gleichmäßige, feste Knollen, ideal für Folientunnel.

Sehr frühe Sorten können bereits ab Mitte Januar (unter Abdeckung) ausgesät werden. Die ersten Ernten sind oft schon nach 3–4 Wochen möglich. In der Regel erfolgt die Ernte etwa 4 Wochen nach der Aussaat – abhängig von Sorte und Bedingungen.

Aussaattiefe – wie tief sollten Radieschensamen liegen?

Die richtige Aussaattiefe ist entscheidend. Radieschen werden in Reihen mit einem Abstand von 3–5 cm und in einer Tiefe von etwa 1 cm gesät. Zu tiefe Aussaat führt zu langgezogenen Knollen. Eine flache Aussaat und leicht angedrückter Boden fördern einen gleichmäßigen Aufgang. Für eine kontinuierliche Ernte empfiehlt sich eine Aussaat alle 7–10 Tage.

Pflege der Radieschen – worauf sollte man achten?

Der Anbau im Folientunnel ermöglicht hohe Erträge – vorausgesetzt, die Pflege stimmt. Wichtig ist eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Radieschen benötigen vor allem Kalium und Phosphor für die Knollenbildung. Ein Zuviel an Stickstoff sollte vermieden werden, da er zwar das Blattwachstum fördert, aber die Knollenbildung hemmt. Eine Düngung mit Kompost ist meist ausreichend.

Beim Gießen ist Regelmäßigkeit entscheidend – der Boden sollte stets leicht feucht bleiben. Nach dem Auflaufen sollten schwache Pflanzen entfernt werden, sodass der Abstand in der Reihe 3–5 cm beträgt. So entwickeln sich gleichmäßige, kräftige Knollen. Unkraut sollte frühzeitig entfernt werden. Regelmäßiges Ernten verhindert zudem das Schossen der Pflanzen.

Welche Abdeckungen sind die beste Wahl?

Radieschen lassen sich hervorragend im Hausgarten anbauen. Bei begrenztem Platz bieten Mini-Gewächshäuser und Folientunnel die besten Lösungen. Sie ermöglichen eine frühere Aussaat und schützen vor Frost. Gleichzeitig erleichtern sie die Kontrolle von Temperatur und Feuchtigkeit.

Radieschen gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten für Salate, belegte Brote und zur Dekoration von Speisen. Die Knollen können rot, weiß oder rosa sein – alle zeichnen sich durch Frische und Knackigkeit aus. Auch die Blätter sind essbar und eignen sich z. B. für Pesto oder als Zutat zu warmen Gerichten.

Der Anbau von Radieschen im Folientunnel ist eine hervorragende Möglichkeit, früh frisches Gemüse zu ernten. Entscheidend sind ein gut vorbereiteter Boden, ein pH-Wert von 6,5–7, eine Aussaattiefe von ca. 1 cm sowie regelmäßiges Gießen mit lauwarmem Wasser. Ebenso wichtig sind Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle. Mit den richtigen Sorten und geeigneten Konstruktionen – wie Folientunneln und Mini-Gewächshäusern aus dem Angebot von Febe.store – lassen sich schnelle und gleichmäßige Erträge erzielen.

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