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Tomatenanbau im Gartengewächshaus – wie und wann pflanzen?

Der Anbau von Tomaten im Gartengewächshaus ist eine hervorragende Möglichkeit, um frühere, gesündere und schmackhaftere Ernten zu erzielen. Tomaten sind anspruchsvolle Pflanzen, belohnen aber mit einer reichen Ernte, wenn sie unter den richtigen Bedingungen wachsen. Im geschützten Raum lässt sich die Wärme besser halten, die Luftfeuchtigkeit kontrollieren und die Pflanzen sind vor Spätfrösten geschützt. Doch wie sieht das in der Praxis aus? Und worauf sollte man besonders achten? Hier kommen die Antworten!

Warum lohnt sich der Tomatenanbau im Gewächshaus?

Tomaten sind wärmeliebende Pflanzen, die eine stabile Temperatur und viel Licht benötigen, um kräftige Triebe und gesunde Blütenstände zu bilden. Niedrige Temperaturen, zu hohe Luftfeuchtigkeit und Lichtmangel begünstigen Pilzkrankheiten, daher ist ein geschützter Anbau eine sehr gute Absicherung gegen ungünstige Witterungseinflüsse.

Genau aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Hobbygärtner für ein Gartengewächshaus, in dem sich optimale Wachstumsbedingungen und die Pflanzengesundheit leicht aufrechterhalten lassen. Wenn dir an einer langlebigen, gut isolierten Konstruktion gelegen ist, ist ein Polycarbonat-Gewächshaus eine hervorragende Lösung: Es speichert Wärme und reduziert starke Tag-Nacht-Temperaturschwankungen.

In kleineren Gärten oder auf Parzellen bewähren sich kleine Folientunnel ideal. Bei größeren Pflanzungen ist ein klassischer Folientunnel eine gute Wahl, denn er schützt die Pflanzen vor Regen und Wind und sorgt gleichzeitig für ausreichend Luftzirkulation.

Wie Boden und Standort vorbereiten?

Damit sich die Pflanzen richtig entwickeln, sollte der Boden bereits vor der Saison vorbereitet werden. Am besten geeignet ist ein durchlässiger Boden mit leicht saurem pH-Wert (6–6,5). Es empfiehlt sich, die Erde zusammen mit Kompost oder gut verrottetem Stallmist zu bearbeiten – das verbessert die Struktur und liefert natürliche Nährstoffe.

Wurde das Gewächshaus zuvor für den Anbau von Gurken oder anderem Gemüse genutzt, sollte die obere Bodenschicht ausgetauscht werden. Tomaten mögen kein „ermüdetes“ Substrat, das durch Vorfrüchte ausgelaugt oder mit Krankheitserregern belastet ist.

Eine gut geplante Gewächshauskonstruktion oder kleine Folientunnel sollten an einem sonnigen, vor Wind geschützten Platz stehen. In einem unbeheizten Gewächshaus ist es ideal, die Temperatur über 16 °C zu halten; bei Kälteeinbrüchen helfen Mulchschichten oder eine zusätzliche Folienlage.

Wie und wann Tomaten im Gewächshaus pflanzen?

Das hängt davon ab, ob du ein beheiztes Gewächshaus hast oder nicht. In einem beheizten Gewächshaus können Tomaten bereits im März ausgepflanzt werden, während sie im Folientunnel oder in einem unbeheizten Gewächshaus erst nach dem 10.–15. Mai gesetzt werden sollten, wenn keine Frostgefahr mehr besteht.

Um das Pflanzen gut vorzubereiten, lohnt es sich:

  • ein Pflanzloch von 20–25 cm Tiefe zu graben,
  • eine Handvoll Kompost einzubringen,
  • das Loch mit warmem Wasser zu gießen und warten, bis es einzieht,
  • die Pflanze bis zu den ersten Blättern einzusetzen und die unteren Stängelpartien zu entfernen,
  • die Erde um die Pflanze herum gut anzudrücken.

Wie Tomaten im Gewächshaus Schritt für Schritt pflanzen?

Viele Gärtner fragen sich, wie man Tomaten im Gewächshaus pflanzt, damit sie gesund wachsen und lange Früchte tragen. Grundsätzlich sollten Tomaten tiefer gesetzt werden, als sie im Topf gestanden haben, sodass ein Teil des Stängels unter der Erde liegt. An den eingegrabenen Stängelabschnitten bilden sich neue Wurzeln – das stärkt die Pflanze und verbessert die Nährstoffaufnahme.

Beim Einpflanzen von Tomaten solltest du einige Grundregeln beachten:

  • Tomaten nicht zu dicht setzen,
  • für gute Lichtverhältnisse sorgen,
  • übermäßige Luftfeuchtigkeit vermeiden,
  • die Pflanzen ein- oder zweitriebig führen,
  • Tomaten mit Schnur oder Stäben anbinden, sobald sie 30–40 cm Höhe erreicht haben.

Pflege von Tomaten – Gießen, Düngen und Schneiden

Die richtige Pflege von Tomaten umfasst drei zentrale Maßnahmen: regelmäßiges Gießen, Düngen und Schneiden. Tomaten benötigen insbesondere während der Blüte und Fruchtbildung eine gleichmäßige Wasserversorgung. Wassermangel führt zu Wachstumsstörungen und Rissbildung in der Schale, zu viel Wasser begünstigt wiederum Krankheiten.

Grundregeln beim Gießen:

  • stets morgens gießen,
  • Blätter möglichst nicht benetzen,
  • Wasser in Umgebungstemperatur verwenden,
  • eine gleichmäßige Bodenfeuchte erhalten.

Der Boden sollte ständig leicht feucht, aber nicht nass sein. Nach dem Gießen lohnt es sich, die Oberfläche leicht zu lockern, damit genügend Sauerstoff an die Wurzeln gelangt.

In der Wachstumsphase können Tomaten mit Kompost oder Brennnesseljauche versorgt werden – beides liefert natürliche Spurenelemente. Bei größeren Beständen bieten sich Mehrnährstoffdünger mit hohem Kaliumgehalt an, die den Geschmack verbessern und den Reifezeitraum der Früchte verlängern.

Wie Krankheiten im Gewächshaus vermeiden?

Der Anbau unter Folie oder Glas kann die Entwicklung von Krankheiten begünstigen, wenn das Verhältnis von Temperatur und Luftfeuchtigkeit nicht stimmt. Zu hohe Luftfeuchtigkeit und mangelnde Luftzirkulation sind die Hauptursachen für Pilzkrankheiten.

Um die Pflanzen gesund zu halten, sollte man:

  • die unteren Blätter entfernen, die den Boden berühren,
  • das Gewächshaus täglich lüften,
  • nur im Wurzelbereich gießen,
  • Tomaten nicht am gleichen Standort wie in der Vorsaison pflanzen,
  • natürliche Pflanzenstärkungsmittel aus Knoblauch, Brennnessel oder Ackerschachtelhalm einsetzen.

Im Falle eines Befalls ist es am besten, kranke Pflanzenteile konsequent zu entfernen und eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Wie Tomaten nach dem Pflanzen führen?

In der Anfangsphase investieren Tomaten ihre Energie vor allem in das Wurzelwachstum, daher erscheinen die ersten Früchte erst nach einigen Wochen. Sobald sich die ersten Blätter gut entwickelt haben, kannst du mit der Triebführung beginnen. Tomaten werden ein- oder zweitriebig gezogen, Seitentriebe (sogenannte Geiztriebe) werden regelmäßig ausgebrochen.

Die Haupttriebe werden mit Schnur an der Konstruktion befestigt, und mit zunehmender Fruchtlast sollten nach und nach überflüssige Blätter entfernt werden, damit die Früchte besser ausreifen. Auf diese Weise leitet die Pflanze mehr Nährstoffe in die Fruchtstände, was zu gleichmäßig wachsenden, unverformten Tomaten führt.

Worin unterscheidet sich der Anbau im Folientunnel und im beheizten Gewächshaus?

In einem beheizten Gewächshaus können die Aussaaten bereits im Februar beginnen, unterstützt durch Zusatzbeleuchtung und beheizte Tische. Dieses System beschleunigt die Jungpflanzenanzucht und ermöglicht erste Ernten schon im Mai. Im Folientunnel dauert der Prozess länger, und die Saison endet im Herbst, wenn die Nächte kühler werden.

Trotzdem wachsen die Pflanzen im Folientunnel sehr gut, sofern Wärme, Licht und eine mäßige Luftfeuchtigkeit gewährleistet sind. Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sollten durch Lüften und eine passende Anordnung der Pflanzen möglichst gering gehalten werden.

Wie Tomatenjungpflanzen (Setzlinge) vorbereiten?

Gut vorbereitete Jungpflanzen sind die halbe Miete. Unter häuslichen Bedingungen ist es am besten, die Samen etwa einen Monat vor dem geplanten Auspflanzen ins Gewächshaus auszusäen. Die Aussaat erfolgt in Saatkisten oder kleinen Töpfen, gefüllt mit einer leichten, durchlässigen Mischung aus Torf, Sand und Komposterde. In jede Zelle wird ein Samen in 0,5–1 cm Tiefe gelegt.

Nach der Aussaat sollten die Gefäße mit Folie oder Glas abgedeckt werden, um Wärme und höhere Luftfeuchtigkeit zu halten. Die Keimtemperatur liegt bei 24–26 °C; nach dem Auflaufen der Keimlinge kann die Temperatur auf etwa 20 °C gesenkt werden. Wenn sich die ersten richtigen Blätter zeigen, werden die Pflanzen pikiert, also in einzelne Töpfe umgesetzt.

Mit dem Abhärten beginnt man etwa eine Woche vor dem Auspflanzen – die Pflanzen werden täglich an die frische Luft gestellt, die Temperatur wird schrittweise gesenkt und die Wassergaben leicht reduziert. So kommen sie besser mit dem Umzug an den endgültigen Standort zurecht.

Wie Tomaten im Gewächshaus düngen?

Um gesunde, kräftige Früchte zu ernten, ist eine regelmäßige Nährstoffversorgung entscheidend. Tomaten haben vor allem während der Blüte und Fruchtbildung einen hohen Bedarf an Nährstoffen. Ein Mangel eines einzigen Elements kann Ertrag und Geschmack spürbar verschlechtern – deshalb lohnt es sich, die Nährstoffbedürfnisse zu kennen.

Die wichtigsten Nährstoffe im Tomatenanbau:

  • Stickstoff – sorgt für das Wachstum der Blattmasse, ein Überschuss führt jedoch zu schwacher Blüte.
  • Phosphor – fördert die Wurzelbildung und beschleunigt die Blütenbildung.
  • Kalium – beeinflusst die Färbung und Festigkeit der Früchte und entscheidet über Haltbarkeit und Geschmack.
  • Magnesium und Kalzium – stärken die Widerstandskraft gegenüber physiologischen Störungen wie Blütenendfäule.

Wie den Anbau im Herbst weiterführen?

Im Herbst sollte das Gießen und Düngen reduziert werden, damit kein neues, weiches Wachstum angeregt wird. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf stabilen Temperaturen und guter Belüftung – so kannst du bis in den Oktober hinein gesunde Früchte ernten. Nach Saisonende sollten alle Pflanzenreste entfernt und die Konstruktion von Folientunnel oder Gewächshaus gründlich gereinigt werden.

FAQ – häufig gestellte Fragen

Kann man Tomaten im Gewächshaus in Töpfen anbauen?

Ja, sofern ausreichend Substratvolumen und regelmäßige Wassergaben gewährleistet sind. Töpfe sollten mindestens 10–12 Liter fassen.

Wie oft sollte man Tomaten düngen?

In der Regel alle 10–14 Tage, abwechselnd mit organischen und mineralischen Düngern. Während der Blüte lohnt sich der Einsatz von kaliumbetonten Präparaten.

Muss man Blätter schneiden?

Ja, die unteren Blätter, die den Boden berühren, sowie solche, die Fruchtstände stark beschatten, sollten entfernt werden – das verbessert die Luftzirkulation und reduziert Krankheitsdruck.

Kann man Tomaten im Gewächshaus neben Paprika pflanzen?

Ja, das ist eine gute Nachbarschaft – beide Kulturen haben ähnliche Wärmebedürfnisse. Wichtig ist jedoch, ausreichende Pflanzabstände einzuhalten, damit sie nicht um Nährstoffe konkurrieren.

Wie schützt man Tomaten ohne Chemie vor Krankheiten?

Auszüge und Jauchen aus Brennnessel, Knoblauch oder Ackerschachtelhalm stärken die Pflanzen und hemmen Pilzkrankheiten auf natürliche Weise.

Wann erscheinen die ersten Früchte?

Je nach Sorte können die ersten Tomaten etwa 8–10 Wochen nach dem Auspflanzen geerntet werden.

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